Über uns

‚Calenberg blüht‘ ist ein Projekt aus der Landwirtschaft, für die Umwelt. Diese beiden Begriffe sind alles andere als Gegensätze, sondern sie gehören vom Ursprung an zusammen. Das Ziel ist es neue Lebensräume und Rückzugsorte für Wildtier- und Insektenarten zu schaffen, um so die Artenvielfalt in unserer Landschaft zu unterstützen. Dabei soll das Projekt einen gemeinsamen Weg mit allen Mitstreiter*innen finden. Von Kindesbeinen an auf dem Land und in der Natur aufgewachsen, haben wir deren Zusammenhänge im Lauf der Zeit immer besser verstanden. Jetzt haben wir die Möglichkeit etwas zurück zu geben und hoffen auf Eure Unterstützung!

Helge

Eigentlich hat Helge auf einem konventionellen Ackerbaubetrieb das Treckerfahren gelernt. Als offener Typ und mit vielen Erfahrungen von unterschiedlichen Höfen saß er in Göttingen, blickte skeptisch auf Bauernproteste und festgefahrenen Fronten in der Agrarpolitik. Was passiert später mal mit dem heimischen Hof in Linderte? Konventionell? Bio? Schweine? All das sichert nicht die eigene Zukunft. Irgendeinen Plan brauchte er, damit er den Hof auch an seine Kinder übergeben kann. Warum nicht einfach durch die Mitte gehen – einen „Dritten Weg“ suchen, zwischen ökologischen Praktiken und Pflanzenschutzmitteln. Beides hat seine Vorteile, aber auch seine Nachteile. So entsprang die Idee Paten zu suchen, für sonst nicht bezahlbare Naturschutzmaßnahmen.

Inzwischen ist Helge im Agrar-Master angekommen, hat einen Plan, wie später sein Ackerbaubetrieb aussehen soll und liebt es den Leuten all die Kontroversen der Landwirtschaft aufzuzeigen. Ein kritischer Blick auf uns Junglandwirte darf auch nicht fehlen.

Gregor

Der zweite im Bunde ist Gregor, aufgewachsen im wunderschönen Heisede, in der Nähe von Sarstedt, auf dem elterlichen Ackerbaubetrieb. Die Hofstätte liegt vor den Toren Hannovers und wird seit 1996 von seinen Eltern verwaltet. Immer häufiger werden in den Medien die landwirtschaftlichen Betriebe als Verursacher von Umweltproblemen genannt. Schwarze Schafe gibt’s in jeder Branche, aber um jegliche Missverständnisse zwischen Bevölkerung und Landwirten aus dem Weg zu räumen, dient der von Familie Knobloch geführte Hofladen als gern gesehener Ort für einen kleinen „Schnack“. Der Hofladen befindet sich direkt auf der Hofstätte und bietet neben regionalem Obst- & Gemüse auch Wein- und Wurstwaren an. Außerdem dürfen dort gerne sämtliche Fragen zu landwirtschaftlichen Themen gestellt werden. Diese Fragen können nicht nur auf dem Hof geklärt werden, Gregor stellt sich Rede und Antwort am Feldesrand und liebt es den Menschen einen Einblick in die Landwirtschaft zu gewähren. Aus diesem Grund ist die gesamte Familie froh ein Teil dieses Blühprojektes zu sein.

Ach ja, Gregor ist mittlerweile im 1. Semester des Agrar-Masters angekommen und an einem lauen Göttinger Sommerabend ausgerechnet Helge über den Weg gelaufen.

Matthias

Aller guten Dinge sind drei. Matthias ist 27 Jahre alt und kommt aus Groß Munzel, einem Ort im Nordwesten des Calenberger Landes, nur wenige Kilometer von Hannover entfernt. Seine Familie bewirtschaftet dort seit vielen Generationen einen Ackerbaubetrieb mit Gerste, Weizen, Raps, Erbsen & Zuckerrüben. Da wir drei Teil einer neuen, jungen Generation von Landwirten sein dürfen, ist Matze stets dazu bereit auch mal andere Wege zu gehen – aus diesem Grund wird auf dem elterlichen Betrieb seit 2020 auch Mohn angebaut (der sieht echt klasse aus, wenn er blüht ). Von klein auf war Matze jeden Tag aufs Neue von der Arbeit in und mit der Natur begeistert. Deshalb ging es nach dem Abitur für eine landwirtschaftliche Ausbildung auf andere Betriebe, wo er sowohl biologischen als auch konventionellen Ackerbau kennenlernen konnte. Um sein Wissen zu vertiefen, zog es ihn im Anschluss zum Studieren nach Göttingen. Da Studenten ein geselliges Völkchen sind, dauerte es nicht allzu lange, bis sich die Wege von Matze und Helge kreuzten. Als dann die Gedanken zu Calenberg blüht aufkamen, war auch Matze sofort von der Idee begeistert! Für ihn ist es ein großes Anliegen, den Dialog zwischen Stadtmenschen und uns Landeiern wieder in Fahrt zu bringen, um zu zeigen, dass Landwirtschaft und Umweltschutz gemeinsam viel erreichen können.